Umbau einer Mag-Lite Taschenlampe
Mag feat. Seoul P7
Die Idee eine MagLite umzubauen
kam mir
als ich einen Beitrag auf
![]()
fand. Ich dachte nur: "Wow Licht,
mehr Licht! Das muß ich auch haben!"
Also hab ich mir gleich eine P7 bestellt.
Hier auf dieser Seite ist beschrieben wie ich meine MagLite von Ihrer
"normalen Birne" befreit
und auf eine P7 LED aufgerüstet hab.
Zuerst ein paar Fakten zur LED.
Die Seoul P7 Emitter
ist eine Multichip Z-LED
mit typ. 700 und max. 900 Lumen
bei 3,6V und ~2,8A
und liegt somit im Bereich von 10 - 11,8W
weitere "INFOS"
Auch hier gillt:

das hineinblicken in den direkten Lichtkegel kann Netzhautverbrennungen
verursachen!
Links die P4, rechts die größere P7
bei der P7 sieht man deutlich die 4 Emitterflächen

Als erstes mußte die MagLite her.
Warum eine MagLite? Weil sie gut aussieht und Quallität ist.
Genommen hab ich eine 3D Cell und werde Sie mit 3 NiMH Akkus betreiben.
Somit komm ich auf min.3,6-4V Betriebsspannung und die 9000mAh (inzwischen
gibts auch 11500mAh)
Akkus bringen
auch den entsprechenden Strom.
Da die LED mit einer Betriebsspannung von 4,2V angegeben ist und bei diesem
Umbau mit
max. 4V betrieben wird, ist nicht zwangsläufig eine zusätzliche KSQ (Konstanstromquelle) oder
Treiber nötig!
Auch wenn dies immerwieder behauptet wird.
Was den Umbau auch Aufwands- und Preismäßig interessant macht.
Dann muß noch ein guter Kühlkörper her, der optimal in die Maglite
reinpasst.
Also ersteinmal die Lampe schlachten.
Als erstes muß man den kleinen
Gummipinöppel vom Schalter herausnehmen, der ist nur eingeklemmt.
Als nächstes durch den Schalter (in der mitte ist ein Loch) mit einem 2mm
Innensechskant-Schlüssel
die Madenschraube lockern. Dann kan man das Innenteil nach hinten zum
Batteriedeckel hin rausnehmen.
Der Schalter sollte betätigt sein, damit der Betätiger versenkt ist.
Danach muß die Fokusierungs/Halter-Einheit noch raus. Auch hier ist die
Schraube zu entfernen.


So, nun zum Kühlkörper.
Nach einigen recherchen im INet habe ich diese Form als "am besten"
übernommen
Das ganze ausgemessen, grob aufgerissen und einen schönen Kühler gedreht.


Achtung!
Beim einbauen ist darauf zu achten, das das Gehäuse der Lampe Masse ist,
die Kühlfläche der LED aber positives Potential führt!

Pluskontakt !
Als erstes habe ich versucht die LED isoliert auf zu kleben, mit dünner
Silikonfolie.
dieses hat sich im nachhinein als thermisches Problem ausgewiesen. Die Folie
schafft
wohl die Wärmemenge nicht.
Die Akkus einfach "falschherum" einlegen geht nicht so einfach, da der
Pluspol-Kontakt
etwas im Gehäuse versenkt ist.
Also habe ich die LED mit elektrisch nicht leitenden Wärmeleitkleber befestigt.
Dabei ist hohe Genauigkeit erforderlich, damit eine elektrisch isolierung
auch wirklich gegeben ist.

Jetzt wieder zur Lampe-
Als nächstes hab ich den Vortsatz wo die Fokusiereinheit drin war abgesägt,
und an die Kontaktfähnchen Kabel anglötet.

Nun folgt der Einbau des Kühlkörpers.
Als praktisch erwies sich dabei das die MagLite auch innen eloxiert ist,
und Eloxat meißt isolierend wirkt.
Auch den Kühlkörper habe ich mit elektrisch nicht leitenden Kleber eingeklebt.
Kann also in Sachen Kurzschluß auch wirkich nichts mehr passieren.
Die Kabel angelötet, den Reflektor abgesägt und alles wieder zusammen
geschraubt.


Ich konnte mir es nicht verkneifen, einen kleinen Aufkleber auf die Lampe zu
kleben ;-)

Viel gibts weiter nicht zu sagen, das Ergebnis ist der knaller!!!
Die ermittelten Daten sind wie folgt
nach 1 Minute Betrieb:
Betriebsspannung an der LED: 3,432 V
Stromaufnahme der LED: 2,67 A
ergibt eine Leistung von ~9,16 W
Wenn ich die Lampe auf ein Lux-Meter halte, zeigt dieses nur "Overload"
Achtung!
Je nach Bauart fallen Taschenlampen mit über 200 Lumen unter
die Bezeichnung: "
Blendwaffe " und dürfen im Bereich der
StVO
keinesfalls
betrieben werden ! Vergehen werden durchaus
mit
einbehalt der Lampe und
Geldstrafe durch die Polizei
geahndet.
Auch der hier beschriebene Umbau ist
davon betroffen!
Hier ein Spotvergleich:
Links die original MagLite, mitte mein P4 Umbau und rechts die P7 MagLite.

Auf dem Bild ist der ware Helligkeitsunterschied kaum zu erkennen, das macht die
Cam nicht mehr mit.
Hier hab ich das Bild mal mit einem
Grafikprog. extrem abgedunkelt. Da kann man mehr erahnen.

Deutlicher zu erkennen ist es wohl hier-
2 Bilder mit der gleichen Einstellung.
Identischer Standort; ISO100; Blende 3,6; Belichtungszeit 20 Sekunden.
Selbst die Fokuseinstellung der Lampen war annähernd gleich.
|
mit original
Leuchtmittel
|
mit P7
LED
|

Da ich immer wieder von Begeisterten
angeschrieben werde und die Begeisterung ganz schnell wieder
schwindet wenn ich erwähne was so eine Lampe in Summe dann kostet...
- möchte ich dies hier mal vorweg nehmen:
Seoul P7 LED - rund 30
Euro
MagLite 3D Cell - rund 30 Euro
gute Akkus 1,2V 9000mA - 10 Euro/Stück - rund 30 Euro
nachtrag: 1,2V
11500mAh - 15 Euro/Stück
2K Wärmeleitkleber - rund 10 Euro
Kühlkörper drehen lassen - 5 Euro für die Kaffeekasse bis hin zu 40 Euro beim
Metallbauer
Macht in Summe irgendwas so um die 120 Euro mit denen man auf jeden Fall mal rechnen sollte!
So, das wars...
Wenn
ihr eure MagLite jetzt auch umbauen wollt, denkt immer daran
das die Garantie und Gewährleistung flöten geht und ihr von mir keine bekommt!
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